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06. Juli 2014

Styrkeprøven 2014

 

"Man muss Ziele haben im Leben.
Und egal wie schwer es auch ist.
Man kann die Ziellinie immer überqueren."

 

Nach monatelanger Suche nach Unterstützung, viel Training, einer Menge Vorbereitung und vielen Rückschlägen erreichte ich mein großes Saisonziel – zum zweiten mal in meinem Leben konnte ich an der Styrkeprøven in Norwegen teilnehmen und dieses Jahr setzte ich noch einen oben drauf: Mit 18 Jahren legte ich als jüngster Einzelstarter die 542 Kilometer lange Strecke mit 4394 Höhenmetern in 16:43:26 Stunden zurück. Das ist ein 32,29er Schnitt und bedeutet für mich nicht nur, dass ich erneut mit großem Vorsprung Sieger der Juniorenklasse bin -ich bin auf Platz 155 liegend schnellster Deutscher im 1235 Finisher großen Feld. Hier mein ausführlicher Rennbericht !! :)


Tag 1: 25.06.2014 – Endlich

 

Heute morgen um 06:00 Uhr fuhren wir endlich los. Ich war seit über einer Woche damit beschäftigt, alles für die Abfahrt vorzubereiten und zu packen, was nötig war. Es regnete, war windig und ich hatte große Sorge, dass die Buchfolie vom Begleitfahrzeug abblättern würde, unter der ich am Vortag die über 39 Sponsoren und Unterstützer auf einlaminierten Schildern befestigt hatte.

Weiter im Norden, am Meer angekommen, war das Wetter dann aber schon deutlich besser und wir fuhren gegen halb elf auf die Fähre nach Dänemark. Nachdem es dort belegte Baguettebrötchen gab, die wir am Vortag vorbereitet hatten, ging es weiter -immer weiter nach Norden.

Verlässt man sich auf ein Navi, ist man verlassen -so verfuhren wir uns kurz in Kopenhagen, bevor es weiter auf die beeindruckende Öresundbrücke und damit nochmal übers Meer ging. In einem schwedischen Burgerrestaurant machten wir die nächste Pause.

Die Besiedlung wurde immer dünner, die Autobahn immer kleiner, die Entfernungen immer größer und endlich konnte ich meine Schwedischkenntnisse gebrauchen, die ich mir schon seit über einem halben Jahr jeden Tag nach der Schule im Bus angeeignet habe -für norwegisch gibt es noch keine App.

Das Wetter wurde schließlich auch immer besser und bevor wir nach über 14 Stunden im Auto die wahrscheinlich billigste Unterkunft im größeren Umkreis von Oslo erreichten, machten wir die letzte Pause an einem Fjord in Schweden -alle Aufkleber waren noch am Auto.


Tag 2: 26.06.2014 - Norwegen

 

Ich verbrachte die halbe Nacht im Auto, weil der Kühlschrank neben meinem Bett in der Ferienwohnung so laut war, dass ich nicht schlafen konnte. Um 08:00 Uhr fuhren wir weiter zum Zielbereich nach Oslo, um in der Nähe einen Parkplatz für nach dem Rennen zu finden.

Weiter ging es rückwärts auf der späteren Wettkampfstrecke durchs regnerische norwegische Bergland, wobei ich versuchte mir alle riskanten Stellen gut einzuprägen, da es im Rennen dort dunkel sein würde.

Hinter Oslo waren es Unmengen an Kreisverkehren, die im Rennen in der Dunkelheit für Sturzgefahr hätten sorgen können -später waren es die schlechten Straßen mit vielen kleinen Baustellen, als es Ewigkeiten über hügeliges Profil entlang eines Sees ging, an dem viele Fahrer schon müde und unkonzentriert sein würden.

Als nach ungefähr 250 Kilometern der See hinter uns lag, begrüßte uns die Sonne auf einem Streckenabschnitt, der im Vorjahr noch nicht Teil der Strecke war und nun ein paar steilere Höhenmeter, sowie eine schnelle Abfahrt mit sich brachte.

Gegen 16:00 Uhr erreichten wir den höchsten Punkt der Strecke auf der endlosen Hochebene, dem Dovrefjell. Bei 15°C war das Wetter dort sehr gut, obwohl nicht weit entfernt der Straße noch Schnee lag.

Wir erreichten gegen 20:00 Uhr den Campingplatz nahe Trondheims, auf dem wir eine Hütte reserviert hatten, die gerade einmal zwei Stockbetten, elektrisches Licht, zwei sehr langsame Kochplatten, einen kleinen Kühlschrank und nicht einmal fließend Wasser bot.

Zwar war die Hütte mit der Größe eines Gartenhauses nur sehr klein und billig, bot aber dafür den besten Blick über den Trondheim-Fjord, an dem Abends gegen halb zwölf die Sonne verschwand, um gegen drei Uhr Morgens wieder aufzugehen. Um unsere Tomatensuppe kochen zu können, mussten wir erst einmal Kochgeschirr leihen und zum abwaschen, duschen und mehr ging es jedes mal ins hundert Meter entfernte Waschhaus.


Tag 3: 27.06.2014 – Letzte Vorbereitungen

 

Sonnig ging es in den letzten Tag vor dem großen Tag, an dem es die 542 Kilometer mit 4394 Höhenmetern zurück nach Oslo gehen sollte. Die Anspannung wuchs langsam und heute gab es noch ein paar böse Überraschungen. Mir wurde klar, dass noch einige Steine auf dem Weg nach Oslo liegen würden -mein Begleitfahrzeug wurde nicht zugelassen.

Vormittags trainierte ich lockere zwei Stunden entlang der Küste und wurde dabei noch vom Begleitfahrzeug begleitet. Wir übten noch einmal alles -Jacke anreichen, Verpflegungsbeutel annehmen, Kontakt über Funk und und und.. Nachdem wir dann alles und alles andere über Mittag vorbereitet hatten, ging es am Nachmittag nach Trondheim. Dort sollte es zur Startnummernausgabe gehen und das Begleitfahrzeug sollte registriert werden -wie schon im letzten Jahr.

Nachdem ich meine Startnummer problemlos bekommen hatte, erhielten wir die schockierende Nachricht, dass Begleitfahrzeuge bis 2016 gar nicht zugelassen seien und nach ein wenig hin und her wurde uns auf Englisch erklärt, dass ich nur inoffiziell verpflegt werden darf, jedoch alles wie im letztes Jahr erlaubt sei. Das in der deutschen Ausschreibung ausgeschriebene Briefing fand nie statt und trotz großer Sorgen wollte ich mich der Herausforderung stellen -Wenn man ein Ziel hat, dann sollte man dafür kämpfen, egal wie schwer es auch ist.


Tag 4: 28.06.2014 – Styrkeprøven 2014

 

Samstag morgen um 06:00 Uhr klingelte der Wecker. Seit über zwei Wochen hatte ich meinen Schlafrhythmus auf diese Zeit gepolt und hatte dafür sogar extra eine Klassenfahrt sausen lassen. Ich kam sehr gut aus dem Bett, obwohl ich wegen der großen Aufregung mehr schlecht als Recht geschlafen hatte. Wir frühstückten vor der Hütte und ich guckte ein letztes mal nach, wie das Wetter werden würde: Auf den ersten 180 Kilometern der Strecke sollte ein kühler Gegenwind bei leicht bewölktem Himmel und Temperaturen um 10°C wehen. Bis Kilometer 350 waren leichte Regenschauer mit weiterhin viel Gegenwind vorhergesagt. Ab dann sollte starker Regen mit 22 mm/h folgen, aber der Wind sollte drehen.

Ich entschied, wie geplant kurz/ kurz zu fahren und meine Regenjacke schon am Start anzuziehen. Nachdem die letzten Vorbereitungen am Begleitfahrzeug getroffen waren, ging es endlich los nach Trondheim. Bis zum Startgelände fuhren wir ungefähr eine halbe Stunde und anders als sonst zitterten meine Beine sehr stark vor Aufregung. Ich dachte darüber nach, wie unglaublich lang der Weg bis dort hin war und wie weit es nun noch sein würde. Viele Steine lagen auf meinem Weg: Mein Sturz in den Osterferien, die ewig lange Suche nach Sponsoren und Unterstützung, die Suche nach bezahlbaren Unterkünften und passenden Betreuern, die Verbreitung des Projekts in verschiedenen Medien, die Organisation der Reise, die Beantwortung von hunderten Mails und vieles mehr war nicht immer einfach und leicht und machte den Weg nach Trondheim so unendlich lang. Daneben verbrachte ich viele lange Stunden in Regen und Kälte, aber auch Hitze und Schweiß auf hügeligen Harzer Straßen und wurzeligen Trails -immer im Hinterkopf, dass ich die Reise vielleicht gar nicht finanziert bekommen kann und alles ein verlorener Kampf ist. Wir packten mein Wettkampfrad auf einem Parkplatz in Trondheim aus -auf das Oberrohr hatte ich einen riesigen Aufkleber geklebt, auf dem alle Sponsoren und Unterstützer, das Höhenprofil und die Aufschriften „542 km toGo / 4394 Hm toGo“ standen. (Leider auf dem Bild wegen der spiegelnden Sonne nicht zu erkennen..) 

Nachdem wir den Funk checkten, ein paar Fotos machten und ein letztes mal alles auf seine Ordentlichkeit überprüften rollte ich pünktlich um 08:20 Uhr in den „Pulje: 0840“ Startblock. Es war ungewohnt alleine vor einem so großen Startblock voller norwegischer Gruppen zu stehen und keinen Fahrer weit und breit zu kennen. Vor allen Dingen ging mir durch den Kopf, dass die großen Teams als perfekte Einheiten zusammenarbeiten würden und mich sicher nicht in ihren Windschatten lassen würden. Um 08:40 Uhr wurde mein Startblock gestartet -als zweiter regulärer Startblock, was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste.

Trotz des lockeren Starts krachte es nach einem Kilometer zwei Starter vor mir zum ersten mal, als ein Fahrer in eine Absperrung fuhr und weitere Fahrer mit in den Sturz riss. Um mich herum war alles sehr unruhig und ich ließ mich zur Sicherheit in der ungefähr 50-köpfigen Gruppe nach hinten fallen. Nach dem ersten Anstieg aus Trondheim raus hörte ich zum ersten mal etwas über den Knopf im Ohr von meinem Begleitfahrzeug -alles war ok. Große Sorgen machte mir aber die erste Abfahrt auf der Autobahn aus Trondheim raus, denn der Belag war sehr schlecht und rissig. Plötzlich knallte es dort laut vor mir, weil einem Fahrer der Reifen geplatzt war. Kurz danach fing auch mein Reifen an laute Geräusche zu machen und ich musste die Gruppe fahren lassen.

Unten sah ich, dass nur das Tachokabel im Reifen hing und schliff. Obwohl nun der Wind von vorne stark zunahm, konnte ich mich gut wieder an die Gruppe heranfahren. Das Problem mit dem Kabel war erst ungefähr 30 Minuten später gelöst, als ich vor einem kleinen Anstieg kurz anhielt und die Betreuer ihrem Job alle Ehre machten. Auf den ersten 70 Kilometern mussten viele Fahrer die große Gruppe verlassen. Auch mein Puls war selbst im Windschatten ziemlich hoch, aber mein Plan war immer noch, im langen Anstieg zu attackieren um in die nächste Gruppe nach vorne zu fahren.

Es ging bergauf und ich nahm, obwohl einige Fahrer weiterhin eine sehr kritische Fahrweise an der Tag legten, meine ersten Verpflegungsbeutel entgegen. Bei Kilometer 60 gaben meine Betreuer per Funk durch, dass von hinten ein schnelles Team kommt und das kam auch.

Mit sehr hohem Tempo, reichlich Gebrüll und vielen bösen Blicken schnauften ungefähr 30 sehr starke norwegische Fahrer an mir und der Gruppe vorbei. Den Startnummern war zu entnehmen, dass alle eine Zeit von unter 14 Stunden anstrebten. Ich nutzte meine Chance sofort, hängte mich an das letzte Hinterrad des rot-schwarz gestreiften Teams und wurde auch sofort vom letzten Fahrer so weit abgestellt, dass ich kaum vom Windschatten profitieren konnte. Der Puls schoss hoch und mit einer Hand voll anderen Einzelstartern ging es hinter dem Team mit 40 Sachen den ersten bedeutenden Anstieg hoch.

>Ungefähr 30 Kilometer überlebte ich in dieser Gruppe, bis ich über Funk von meinen Betreuern erfuhr, dass vor mir keine langsamere Gruppe mehr sein würde -die Startzeiten hatten sich gegenüber dem letzten Jahr geändert, aber das stand nicht in der Ausschreibung auf Deutsch. Ich ließ mich zurückfallen und fuhr alleine weiter bis mich meine alte Gruppe irgendwann wieder einholte. Diese ging nach 130 Kilometern für drei Minuten in die selbst eingerichtete Verpflegung.

Es sah eher wenig nach Regen aus und ich entschied vor dem nächsten langen Anstieg auf über 1000 Höhenmeter meine Regenjacke auszuziehen.

Wie sollte es nun weitergehen? Der Gegenwind war stärker als gedacht, der Regen weniger als erwartet, die Ausschreibung auf Deutsch unaktueller als alle anderen.

Bis Oslo war es noch ein steiniger Weg.

Über die Hochebene und durch die lange Abfahrt kam ich gut -bei Kilometer 215 wurde mein Begleitfahrzeug endgültig von der Polizei verboten und ich durfte mich nur noch alle 130 Kilometer stehend am Straßenrand verpflegen.

Also wurde mir bei Kilometer 260 das Trikot von den Betreuern voll mit Xenofit-Riegeln, Muffins, Keksen und Flaschen gestopft und ich bestritt ein Rennen, dass völlig anders ablief als erwartet und geplant.

Trotz der unerwarteten Schwierigkeiten und Probleme lief es aber richtig gut -ohne Schmerzen, ohne Defekte und mit sehr sehr guten Beinen fuhr ich Tritt um Tritt weiter Richtung Oslo.

Meine Betreuer lieferten dazu auch einen sehr guten Job ab und waren pünktlich bei Kilometer 380 wieder zur Stelle, damit ich mich für die letzten 160 Kilometer im Dunkeln mit Koffein-Gels und Energy-Drink eindecken konnte. Trotz der dreiminütigen Stehpausen brachte ich bis dato einen 32,3er Schnitt aus den Beinen auf die rauen Straßenbeläge und war guter Dinge 60 Kilometer vor dem Ziel noch mal richtig Gas geben zu können.

Doch dazu kam es nicht: Nach meiner letzten Verpflegung bei Kilometer 380 wurde es kalt, dunkel und es fing an zu regnen. Ich war sehr froh, dass es endlich regnete, denn darauf hatte ich mich eigentlich vorbereitet, aber das Wetter kann man ja bekanntlich nicht einfach ändern. Wenige Kilometer nachdem ich also meine Regenjacke angezogen hatte und mich gerade wieder in einer größeren Gruppe befand, hatten viele Fahrer mit Platten zu kämpfen.

Ich hatte Glück, hatte keinen Platten -aber das Gas geben wurde mir regelrecht verboten: Ein Fahrzeug des Veranstalters fuhr vor die Gruppe, in der ich mich nun befand und die norwegischen Fahrer erklärten mir, dass ich riskiere disqualifiziert zu werden, sobald ich das Fahrzeug alleine überholen würde. Es sprach sich rum, dass jemand die Straße mit Reißzwecken manipuliert hatte. Die letzten 100 Kilometer waren der letzte steinige Abschnitt auf meinem Weg zur Ziellinie in Oslo.

Nach 16:43:26 Stunden, 542 Kilometern, 4394 Höhenmetern, monatelanger Vorbereitung und einem sehr langen, steinigen und harten Weg überquerte ich Nachts um 01:32 Uhr mit einem 32,29er Schnitt als jüngster Einzelstarter der „Styrkeprøven“ alleine als Sieger der Juniorenwertung in Oslo die Ziellinie. Es war ein sehr weiter Weg bis dorthin und er war mit unter in manchen Momenten nicht leicht. Aber wenn man nicht für seine Träume kämpft und nicht immer alles gibt, erreicht man auch nicht viel. Ich habe gekämpft und möchte anderen damit zeigen, dass man es immer schaffen kann die Ziellinie zu überqueren. Aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden kann man auch etwas schönes bauen. Und natürlich ist es bequemer einfach "bla bla bla" zu sagen und zu warten, bis nichts mehr kommt. Aber wie soll man so schon etwas im Leben erreichen? Auf Platz 155 von 1235 Finishern liegend bin ich schnellster Deutscher -ich bin überglücklich.

Mein Trainer sagte es so schön: "Die Beef-Steaks bekommt man immer dann im Leben, wenn man keine Zähne zum beißen mehr hat". Es war großartig, dass mich letztendlich doch noch so viele Menschen und Sponsoren auf meinem Weg unterstützt haben. Ich habe größten Dank an alle die, die mir wie Laternen Licht auf diesem Weg gemacht haben. Viele haben geholfen, einige haben richtig viel geholfen und alle haben etwas Großes möglich gemacht. Ich glaube, dass das Projekt ein sehr großer Erfolg war -einfach auch, weil es zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man wirklich dafür kämpft und dass es dabei egal ist, wie alt man ist und wo man herkommt. Dankeschön !! :)

 

Alexandra Cornelius | Oleana | Xenofit | Harzer Heizungsbau | Windaus Labortechnik | Oberharzer Druckerei | Zweirad Langer | Kristall Stübchen Cl.-Zlf. | TrengaDE | Nordharzer RSG | Andreas Mohn | WSV Cl.-Z. | Karl Helpferer | Gamon Bau GmbH | vonAllmen Sports | Joachim Neander | Familie Wietzorek | Daniel Langer | Johannes Neander | Jens Jordan | Peter Voss | Jürgen Sauerwein | Familie Becker | Heiko Zühlke | Arnd Peiffer | Daniel Böhm | Sabrina Proschmann | Familie Moritz | Holger Federmann | Stefan Bzdok | Familie Sanders | Christian Becker | Sabine Koch | Sabine Helpferer | Bertram Eversmann | Henning Borchert | Mariella Schubert | Steffen Hercher | Michael Bähr | Familie Schwindt | Klaus & Rita Deike | Tobias Woelfert | Martin Diedrichs | und weitere.

 

Meine Betreuer Alexander Keller, Birgitt- und Marieke Moritz erledigten einen großartigen Job obwohl das Begleitfahrzeug verboten wurde und meine Ansprüche sehr hoch waren. Auch meine Familie hat mich sehr unterstützt indem sie mir ein geeignetes Begleitfahrzeug zur Verfügung stellte, nachdem mir der Sponsor des Begleitfahrzeugs eine Woche vor Abfahrt abgesagt hat.

 


Tag 5: 29.06.2014 – Der Tag nach dem Rennen

 

Nachts um zwei Uhr Hähnchen mit Nudelsalat in der Zielverpflegung, mit 542 Kilometern in den Beinen im Schlafsack auf dem harten Turnhallenboden übernachten und morgens unwissend in Oslo herumfahrend bezahlbares Frühstück finden -das machten wir nach dem Rennen anstatt die Beine hoch zu legen und zu entspannen. Nachdem aber etwas zum Frühstücken gefunden wurde, ging es zum Holmekollen um die Zeit zu vertreiben, bis wir um 16:00 Uhr in das reservierte Ferienhaus konnten. Zurück nach Deutschland durfte es erst am Dienstag gehen, denn der Veranstalter schrieb mindestens 24 h ohne Autofahren vor.

Das Ferienhaus lag 75 km vor Oslo, wobei es ab Hälfte der Strecke nur noch über kleinere Straßen und breite Waldwege ging, auf denen Schafe und Rinder frei herumliefen. Obwohl es billig und bezahlbar war, hatte es alles was es brauchte -Biotoilette, kein WLAN und einen großen zugewachsenen Garten, in den später die Schafe aus dem umgebenden Wald einbrachen, während meine Klamotten auf der Terrasse trockneten. Das Häuschen war genau das, was man sich unter Norwegen vorstellt: Einsam, verlassen mitten im Wald in der Nähe eines großen Sees an einem Hügel. Alle zwei Stunden kam ein Auto auf dem Forstweg-ähnlichen Weg vorbei, den man nach Abgabe von ein paar Kronen mit mittigen Löchern in einen rostigen Blechkasten passieren durfte. Nachdem wir ein paar Äste suchten, brannte auch ein kleines Feuer im Kamin.

 


Tag 6: 30.06.2014 – Oslo

 

Ein Tag war noch und den verbrachten wir größtenteils damit Essen zuzubereiten, in Oslo durch die Haupteinkaufsgasse zu gehen und den fehlenden Schlaf nachzuholen. Außerdem redete ich an einem See Ewigkeiten vor der Kamera über mein Rennen, denn es soll ja im Sommer noch einen Kurzfilm darüber geben..

 


Tag 7: 01.07.2014 – Zurück nach Deutschland

 

Es war eine harte und anstrengende Reise -sicher ein sehr aufwendiges und großes Projekt. Ich bin sehr glücklich, dass ich so großes in Norwegen erreicht habe und ich bin mir sicher, dass es trotzdem noch weitaus größere Ziele in meinem Leben geben wird. Um zehn Uhr Abends waren wir nach 14 Stunden Autofahrt wieder da, wo ich Ende letzten Jahres angefangen hatte für dieses Ziel zu kämpfen.

 

 

- Fritz Geers.


 

Dankeschön

 

!! :)

 

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