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15. Juli 2015

Salzkammergut MTB Trophy 2015

Wie inzwischen fast jedes Wochenende beginnt, begann auch das letzte mit der Vorbereitung einer Ultralangstrecke, um nunmehr am Donnerstag Morgen über die Autobahn den Weg Richtung Süden anzutreten und die Grenze nach Österreich zu überqueren beziehungsweise am späten Nachmittag die Behausung für die nächsten Tage im Dorfe Bad Goisern zu beziehen. Wie jedes Jahr bereiteten dort hunderte Helfer für verschiedenste Teilnehmer aus aller Welt den Startort des größten Mountainbike Marathons Österreichs mit über 4000 Teilnehmern vor, denen inzwischen eine breite Palette Strecken zur Verfügung steht. Abseits des vielen Trubels wurde jetzt die erste Nacht gut verbracht, um am nächsten Tag in der Masse durch Bikecheck, Startpaketabholung, Warmfahrrunde, Pastaparty und vielem mehr in die nächste Nacht hineinzuschwimmen. Diese zweite Nacht um halb vier Morgens beendet, wurde der Weg in die Startaufstellung für die 211,3 Kilometer lange Extremstrecke zurückgelegt und sich mit Teamkollegen Patrick Wolf und Steffen Hercher auf den stressfreien Teil des Wochenendes konzentriert. Pünktlich um 05:00 Uhr bewegte der Startschuss das 800 Starter große Starterfeld mit verhältnismäßig hohem Tempo in den ersten Anstieg, der auf ungefähre 1400 Meter hinaufführte und einen wunderschönen Sonnenaufgang in den Bergen mit sich brachte. Im Anstieg die Herzfrequenz langsam reduziert und Patricks Hinterrad, sowie die Hinterräder einiger anderer Fahrer ziehen lassend ging es ohne viel Risiko in die erste lange Abfahrt, welche mit der ewigen Wand und schönen Trails Abwechslung in den Tagesstart brachte. Leider fiel schon hier die Kamera aus, sodass das Video zum Bericht leider weniger vom weiteren Rennverlauf zeigt, der nun in einer zweiten größeren Schleife erneut in den ersten Berg führte. Dort den ersten Dextro Energy Riegel in den Magen befördert, zeigte sich neben einem guten Gefühl auch das Wetter von seiner besten Seite und wartete in den Morgenstunden mit warmen Temperaturen auf, denen mit viel Flüssigkeit entgegengewirkt werden musste. Bei Erreichen der dritten Verpflegungsstation war also das erste Nachfüllen der Flaschen unverzichtbar, bevor es ganz gelassen mit konsequenter Gleichmäßigkeit mit ein paar wild umher wippenden Italienern den nächsten Berg hoch ging. Wie schon erwartet, liefen die über 7000 Höhenmeter bergauf um deutliches besser als bergab und ein langer Downhill mit rechtsseitigem Felsabgrund zog sich somit deutlich länger hin, als bei so manch anderem Fahrer. Wenn auch alles fahrbar war, wurde das Rad auch mal getragen, um nicht wie ein anderer Fahrer vor einigen Jahren in den sicheren Tod zu fallen. Die am vorangegangenen Anstieg distanzierten Italiener überholten und zeigten dann im nächsten Anstieg, wie viel Zeit man mit unregelmäßigem Tempo in den steilen Steigungen verlieren kann, was die schwache Leistung der letzten Bergabfahrt wieder halbwegs relativierte. Bevor es bergab einer weiteren Verpflegung entgegen ging, war nicht nur das erste Drittel geschafft, sondern auch ein paar Kekse verspeist. Anschließend traf im nächsten Anstieg die Strecke A auf die Strecke B, die zu diesem Zeitpunkt vorwiegend Fahrer mit langsamem Tempo mitbrachte und auch im Downhill eher weniger begabte Fahrstile vorführte. Plötzlich kam man also um ein risikoarmes Fahren gar nicht mehr herum, wenn man sich nicht auch im Trail anstellen wollte, um sich die Auto-Stopp Funksprüche von Fitnessapps in verschiedensten Sprachen anzuhören. Verlassen von Fahrern, die mitten in der Abfahrt beschlossen ihre verlorengegangenen Flaschen doch noch einsammeln zu müssen ging es nach der zweiten Durchfahrung der ewigen Wand wieder ausschließlich mit den hochgelobten Fahrern der A-Strecke weiter in den nächsten Anstieg, der gefühlt Lichtjahre hinter gleichstarker Konkurrenz angetreten wurde, weil man nach dem Start nicht überziehen wollte. Den folgenden technischen Downhill doch trotz seiner schwierigen Stellen komplett fahrend genommen und in der folgenden flachen Übergangspassage zum berüchtigten Salzberganstieg den Puls hoch haltend, ging die Rechnung nach knappen 150 Kilometern doch überraschend auf und mit gutem Gefühl konnten einige Fahrer eingeholt werden, die sonst ihre Rennen eine Klasse höher beenden. Es fühlte sich fast schon so an, wie als hätte das Warmfahren gerade seine Beendigung gefunden, als Teamkollege Patrick Wolf an der letzten Verpflegung vor dem Mörderanstieg auf den Salzberg parat stand und nicht wie einst angenommen eine Stunde weiter vorne lag. Mit großer Freude ging es zusammen in die Spitzkehren des Berges, um nach und nach voller Freude die vor vielen Stunden geflüchteten Fahrer zu stellen und schließlich in brüllender Hitze kurz vor der Komagrenze kämpfend in die fragwürdig steile Asphaltstraße auf den Berg einzutauchen, die ein Auto wahrscheinlich nur mit einer Seilwinde befahren kann. Mit kurzzeitiger Schwärze vor den Augen ging es weiter in die kurze Abfahrt zur Verpflegungsstation mit Trinkstopp, bevor immer noch zu zweit mit gleichmäßigem Tempo gleich der nächste Anstieg auf eine Höhe von 1500 Metern in der brütenden Hitze hochgekurbelt wurde, um dann in der folgenden langen Abfahrt ohne Risiko wieder einige erkämpfte Plätze zu verlieren. Die 7049 Höhenmeter fast geschafft, funktionierte das Fahren mit Teamkollege Patrick fast schon in Perfektion, sodass die Top 50 nach dem letzten langen Anstieg eben genauso wie das Ziel zum Greifen nah waren und nur noch dreißig verhältnismäßig flache Kilometer fehlten, auf denen nunmehr durch risikoarmes Fahren noch einige Plätze liegen gelassen wurden, um nach 12:19:57 Stunden zu Zweit auf Platz 56 gesamt, sowie Platz 14 der Herren Elite Kategorie durchs Ziel der 211,3 Kilometer langen Strecke zu rauschen. Die Erstteilnahme an der Extremstrecke lief mit viel Spaß nahezu perfekt und das auch wenn bergab viel Zeit verloren wurde. Mit Teamkollegen Steffen Hercher (Rang 216/ 14:18:02 Stunden) und Patrick wurde der dritte Platz in der Teamwertung belegt und am späten Abend mit Sektdusche auf dem Podium der Salzkammergut MTB Trophy 2015 gefeiert, bevor es mit dem großen Erfolg am Sonntag über einen Besuch bei der Challenge in Roth zurück nach Hause ging !! :)
 

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