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14. März 2016

Braveheart Battle 2016

Am Samstag begann um 05:00 Uhr am Morgen nach wenigen Stunden Schlaf ein Tag mit neuen sportlichen Herausforderungen. Während sonst an einem Wettkampfwochenende noch der letzte Tropfen Öl auf die Kette fällt, wurde an jenem Tag noch die Funktion des Startnummern- Bandes überprüft, um bald mit Teamkollege Steffen den dreistündigen Weg Richtung Bischofsheim an der Rhön anzutreten, wo erstaunlicherweise noch mehr Schnee als im Harz lag. Einen guten Parkplatz gefunden ging es in einem völlig überfülltem Zelt auf dem Dorffußballplatz die in der Woche zuvor spontan und günstig erworbenen Startunterlagen abholen. Mütze, Handschuhe, Laufschuhe und allerlei durchdachte Klamotte angelegt stand kurz vor elf der Start bevor, der anders als beim Radrennen mit einer Schlachtrede vom Organisator (Masterchief) persönlich schon ein kleines Erdbeben auslöste. Irgendwas wie "Wallace" ging in bebendes Geschrei über und die 3000 Starter setzten sich kurze Zeit später in Bewegung - epischer hätte es kaum sein können. Der Lauf an sich war eine ganz schöne Herausforderung: Es galt 28 ausgeschriebene "Masterchief" Kilometer zu bewältigen, aus denen in der Schlachtrede am Start schon 30 "Masterchief" Kilometer wurden, was auf der Uhr am Ende ungefähr 34 Kilometer ergab. Auf der Uhr ist ein Kilometer 1000 Meter lang, beim Masterchief "je nach Laune" oder irgendwie so etwas war der Ausschreibung zu entnehmen. So viel dazu gesagt, ging es auch gleich in den ersten Anstieg, damit der Lauf am Ende auch noch auf 1600 Höhenmeter kommen konnte. Eine Weile kloppte Teamkollege und Leidesngenosse des Tages Steffen noch seine Sprüche, bevor das erste Hindernis erreicht war. Die Treppen neben einer Skisprungschanze hochzulaufen war einfach, wogegen die 30% Gefälle nehmend unkontrolliert wieder hinunter zu krauchen deutlich schwerer fiel. Nachdem es zum achten mal mehrere hundert Meter quer durchs Gehölz den Abhang hoch und runter ging war schon fast ans Aufgeben zu denken: 54 Hindernisse und das sollte das erste sein. Vergleichsweise unspäktakulär ging es jedoch weiter den nächsten Anstieg hinauf, um oben unter Stacheldraht kriechend den Gipfel zu erreichen und weiterhin einige Kilometer laufend zu nehmen. Ein viertel der Strecke war bald erreicht und außer dem durchklettern eines demolierten Autowracks und einigen Anstiegen lief es wieder flüssiger. Richtig flüssig wurde es dann, als es einige Abhänge später durch den städtischen Bach von Bischofsheim das erste mal ins Wasser ging und unter einigen Abfahrtsski-Fangnetzen das Bachbett mit ganzem Körpereinsatz inspiziert wurde. Es folgten viele kleine Hindernisse wie Holzwände, Strohstapel oder ein Bagger unter dem hergekrochen werden musste, bevor es Betonwaren durchkriechen zu galt und schließlich durch zwei mit eiskaltem Wasser befüllte Container getaucht werden musste. So richtig nass, die Beine kaum noch spürend wurden die Schuhe in den Händen tragend metertiefe Schlammlöcher durchquert, bevor es einen kleinen Militärparcours bewältigen zu galt. Natürlich ging es zwischen den Hindernissen immer wieder im Dorfbach auf und ab. Es folgten starke Krämpfe und eine nasse Plane mit zwei frontal auf die Laufstrecke ausgerichteten Schneekanonen. Hunderte Meter lang unter Elektrozäunen kriechend war bald die Hälfte der Strecke erreicht, als es über Feuer springend auf den Rückweg ging, der nahezu derselbe wie der Hinweg war. Es war verdammt hart. Vor allem die mit eiskaltem Wasser befüllten Container, die durchtauchen zu waren, bleiben in Erinnerung, aber auch der anschließend quälend lange Lauf zurück zum Ziel, der in Rettungsdecken eingewickelt nach 4:28 Stunden auf Platz 105 liegend mit einem Stück dreieckigem Blech an einem Band belohnt wurde. Für einen lustigen Spruch zur Finisher Medaille hatte auch Steffen keine Kraft mehr über. Der Extremhindernislauf war eine Erfahrung wert und hat trotz starkem nachhaltigem Muskelkater und vielen kleinen Prellungen und Kratzern doch ein bisschen Spaß gemacht. Es mit zufrieden stellendem Ergebnis geschafft zu haben ist genug, um es erstmal nicht wiederholen zu müssen !! :)
 

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